Archiv der Kategorie Berichte / Reviews

Pressebericht “Bands for Brazil”: Mut zur Vielfalt zahlt sich aus

aus morgenweb.de, 08.04.2009

Von unserem Mitarbeiter Kevin Hagen

Mehr Vielfalt hatten die Macher von „Bands for Brazil“ (BfB) für das neunte Benefizfestival im Saal der Gartenstädter Gnadengemeinde angekündigt. Mut zur musikalischen Abwechslung wollte man beweisen, nachdem sich über die Jahre eine Art Rock-Routine eingeschlichen hatte. Und diese Abwechslung entpuppte sich in Gestalt von „New York Sunday Brunch“ als wahrer Volltreffer. Mit ihrer packenden Live-Show versetzte die Combo die rund 250 Besucher derart in Wallung, wie man es bei „Bands for Brazil“ wohl seit dem legendären Auftritt von „The Incredible Rhine Rockers“ vor fünf Jahren nicht mehr erlebt hatte. Mitreißende Elektro-Rhythmen, die mal an Faithless, mal an den Synthesizer-Altmeister Jean Michel Jarre erinnern, dazu lateinamerikanische Klänge und ein ordentlicher Schuss Exotik sind das Konzept der vier Musiker aus Mannheim, die auf der Bühne von einer Tänzerin unterstützt wurden. Staunende Blicke erntete vor allem Verena König, die ihrem Didgeridoo die unglaublichsten Töne entlockte.

Musiker verzichten auf Gage

Doch auch Freunde der härteren Gangart sollten an diesem Abend auf ihre Kosten kommen, denn im musikalischen Kontrastprogramm zu „New York Sunday Brunch“ präsentierte sich die Gruppe „Base Born Bastards“ ebenfalls in Bestform. Ihre stampfenden Riffs verfeinerten die drei Reilinger immer wieder mit groovigen Bass-Elementen und exzellent vorgetragenen Gitarrensolos. Ein Auftritt, der vor Energie nur so strotzte und der seinen Höhepunkt in der abschließenden Coverversion des „Rage Against the Machine“-Klassikers „Killing in the Name“ fand. Die etwas ruhigere Seite von „Bands for Brazil“ wurde an diesem Abend von den beiden Gruppen

„The Other Side Of Life“ mit sanften Indie-Rock-Melodien und „Four Sided Cube“ aus Ladenburg repräsentiert. Letztere standen bereits zum fünften Mal auf der BfB-Bühne.

„Bands for Brazil“ steht jedoch neben dem Konzerterlebnis immer auch für das Engagement junger Leute zugunsten brasilianischer Straßenkinder. Nicht nur die Musiker unterstützten dies, indem sie allesamt auf eine Gage verzichteten. Auch bei der Stadt findet die rein ehrenamtlich organisierte Veranstaltung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den Reihen des Treff-Teams in der Gnadengemeinde Beachtung. Seit Jahren übernimmt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz höchstpersönlich die Schirmherrschaft für das Festival. „Da wir wieder alle Kosten im Vorfeld durch Spenden und Sponsoren decken konnten, freuen wir uns auch in diesem Jahr, sämtliche Einnahmen des Abends nach Brasilien schicken zu können“, sagte Pressereferent Johannes Gottmann nicht ohne Stolz. Seit dem ersten Benefizfestival 2001 senden die Veranstalter Jahr für Jahr eine stattliche Summe an das Straßenkinderprojekt „Casa Pequeno Daví“ in brasilianischen Ort JoÒo Pessoa und tragen damit dazu bei, den Kindern warme Mahlzeiten, ein Dach über dem Kopf oder eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. „Ohne die vielen helfenden Hände würden wir das alles so nicht hinbekommen“, richtete Johannes Gottmann seinen Dank an die zahlreichen Freiwilligen. Rund 60 Ehrenamtliche sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Gigbericht “Rockin Church Award”

Wir konnten zwar nur den 4. Platz (von 5 Bands) belegen, aber das macht nischt. Für uns war’s ein super Auftritt, es hat uns einen riesen Spaß gemacht zum zweiten Mal die Jugendkirche zu rocken, und so weit vom 2. Platz waren wir auch gar nicht entfernt. Ich glaub wir hatten so ganz, ganz knapp über 200 Punkte und die 2.platzierte Band hatte 213, die erste dann 300, oder so… und wenn man dann noch bedenkt, dass die drei erstplatzierten Bands im Bandpool der Popakademie sind… was will ma mäh ??

Hier nochmal alle Bands und Platzierungen:

1. Moorange

2. Deathpunk Kills

3. Blaues Wunder

4. Base Born Bastards

5. Dein eX

Fazit dieses Tages:

- helfen Getränkekisten zu schleppen bringt nur was, wenn die Jury auch mitbekommt, dass man das Zeug geschleppt hat ;-)

- Haribo macht nicht nur Kinder froh, sonder auch süchtig. Aber was will man machen wenn’s (trotz verprochenen Caterings) sonst nichts zu futtern gibt… ah ja… Brezel gab’s noch…

- Wenn die Base Born Bastards den Backstage-Raum betreten werden alle dort stehenden “harten” Spirituosen weggeräumt

- Es wird durchweg mit Humor aufgenommen, wenn man, wie in den vertraglich festgelegten Wettbewerbs-Regeln gewünscht: die anderen Bands beleidigt, erniedrigt und gegeneinander aufstichelt, um die Motivation zu steigern

- wenn man letzter wird, und das nicht gut findet, muss man aus einer Bierflasche mit Bier auf die Jury spritzen… auf der Bühne… von ganz hinten…

So das war’s… Amen… und bis zum nächsten Mal…

Pressebericht “Rockin Church Award”: Bass-Solo neben dem Taufbecken

“Bass-Solo neben dem Taufbecken” lautete das Motto beim “Rockin’ Church” in Mannheim, bei dem auch der “Music Award” für die “beste Band der Region” verliehen wurde. In diesem Jahr behaupteten sich fünf Bands im Wettkampf. Die Gewinner: Moorange. In unserer großen Fotogalerie findet ihr die Eindrücke des Abends.

Base Born Bastards – der Name lässt es bereits vermuten: Die drei Jungs aus Reilingen, die schon im letzten Jahr da waren, boten puren Alternative-Rock ohne Schnörkeleien, dafür mit geradlinigen Gitarrenriffs und einem satten, funkigen Bass. Etwas ungezähmter ging es dann mit Deathpunk Kills weiter, die Punk ohne Kompromisse spielten. Aus Wendlingen nach Mannheim kamen an dem Abend DEIN eX. Das Quartett bot melodischen Rock mit deutschen Texten. Nachdem Heuser aus persönlichen Gründen absagen mussten, fand sich zum Glück schnell ein Ersatz: Die Mannheimer Blaues Wunder sprangen ein und spielten in kleiner Besetzung, nämlich als Duo, ein heruntergefahrenes Set. Das Beste kam zum Schluss: Moorange aus Baden rockten alle so richtig durch und konnten die Jury in der Jugendkirche von sich überzeugen. Sie sind die Gewinner des Music Awards 2009! Und als ob es nicht genug der Ehre wäre, folgte bald darauf die Bestätigung einer Deutschlandtour mit Danko Jones. Herzlichen Glückwunsch!

aus regioactive.de, 16.03.2009

Pressebericht “Rockin Church Award”: Mit Charisma zum Sieg

Von unserer Mitarbeiterin Astrid Mader

Gerade mal drei Jahre ist die Initiative Rockin’ Church der evangelischen Jugendkirche Mannheim alt; der mit 500 Euro dotierte Music Award wurde dieses Jahr zum zweiten Mal vergeben. Doch die Anfangsschwierigkeiten, mit denen alle zu kämpfen haben, die neue Wege gehen, sind überwunden.

Mehr als verzehnfacht hat sich die Besucherzahl der Kirche am Taunusplatz gegenüber dem Vorjahr und zu hören waren Bands, die sich auch überregional bereits einen Namen gemacht haben. 14 Gruppen bewarben sich für den Music Award 2009. Florian Schneider, Mitinitiator von Rock gegen Rechts und Lichtpunkt-Manager, Marc Essien, als Percussionist bei Herbert Grönemeyer sowie bei Howard Carpendale und Me and the Heat tätig, der Musikverleger Claude Schmidt und der frühere Popbeauftragte der Stadt Mannheim, Marcus Sprengler, saßen in der Jury.

Zum Finale eingeladen wurden die aus Reilingen stammenden Base Born Bastards, die seit zehn Jahren Alternative Rock produzieren, Moorange aus Baden-Baden, die Gruppe Dein eX aus Stuttgart, die deutschen Rock aufführt, die deutsche Popband Blaues Wunder von der Mannheimer Popakademie und die irische Band Death Punk Kills, die mit Psychodelic Punk überzeugten.

Bis zu fünf Lieder durfte jede Band präsentieren, begeisterte Zugaberufe wurden bei der Deutsch-Rockband Moorange, bei Dein eX und Blaues Wunder laut. Umso mehr erstaunte es, dass die Jury um Florian Schneider Dein eX bei der Preisverleihung mit dem fünften Platz abstrafte. Vielleicht ließen die vier Jungs aus Stuttgart das Publikum zu lange auf sich warten, vielleicht traten sie gar zu forsch und selbstgefällig auf oder setzten sich zu eigenständig über die Fünf-Lieder-Regel hinweg, indem sie gleich zwei Zugaben spielten.

Melodisch höchst anspruchsvoll klangen die Lieder von Lilli Rott, der charmanten Sängerin der jungen Mannheimer Band Blaues Wunder. Ihr Vortrag war harmonisch raffiniert, die Ausführung professionell, die geistvollen Texte ansprechend. Blaues Wunder kam als einzige anwesende Popgruppe auf Platz drei. Den ersten Preis erhielt die Band um den charismatischen kanadischen Sänger Lukas Rappen: Moorange. Sein Gesangsstil wird oft mit dem von Chris Cornell und Eddi Vedder verglichen. Die Gruppe formierte sich 2005 und ist stilistisch im Rock, Stonerock und Blues angesiedelt. Ihr Debüt-Album von 2007 trägt den Namen “A better Place”. Am Samstag begeisterten Moorange die anwesenden Teenies mit jungenhafter Freude an Musik, Bewegung und einem Hauch Provokation.

aus morgenweb.de, 13.03.2009

Gigbericht “Himmelsstürmer”

Es war ein super Abend mit den beiden anderen ebenfalls sehr geilen Bands (Ehrenrunde + SWC). Hat Spaß gemacht und das Konzert war auch relativ gut besucht. Super Sach !! Super Gig !! …und Sascha hatte auch mal wieder Zeit uns abzumischen – Danke, war spitze wie immer. Nur der Cheesburger im “penthouse” (dem dazugehörigen Restaurant) war leider sehr, sehr klein. Ham’ma halt zwee gesse, sin ma ah satt worre ;-)

Noch zu erwähnen ist, dass der Schwimmbadclub ein einem etwas neuen Gewand erstrahlt, was aber ganz gut gelungen ist. Besonders das “penthouse” ist toll geworden. Was noch ? Ah ja, die Toiletten im Keller sind super… und der Konzertraum ist noch genauso wie immer. Die alten Plakate hängen noch, und der kleine Backstageraum ist auch noch genauso wie früher… versifft, aber geil !!! Diesmal haben wir uns auch endlich mal an der Wand verewigt.

Gigbericht “Loch Ness”

Schön war’s. Laut war’s. Spät war’s. Voll war’s. Für uns war es der erste Auftritt im sehr kleinen, aber sehr gemütlichen “Loch Ness”. Zusammen mit den Bands “Grandma’s Carpet” und “Hellamor” dürften wir den doch recht zahlreich erschienenen Leuten ordentlich eingeheizt haben. Auch wenn unser Auftritt erst kurz nach 24.00 Uhr losging, haben es dennoch einige Leute bis zum Schluss ausgehalten, und mit uns zusammen den Laden gerockt. Es wird wohl nicht unser letzter Auftritt im Loch Ness gewesen sein, und auch mit den beiden anderen Bands werden wir mit Sicherheit in Zukunft noch den einen oder anderen Gig spielen.

Danke nochmal an alle die da waren, an “Grandma’s Carpet” und “Hellamor” (ihr seid einfach super Leute), und an’s ganze Loch Ness Team.

10 Jahre BASE BORN 100 Jahre BASTARDS

2009 wird ein ganz besonderes Jahr für uns werden. Nennen wir es einfach ein „krasses Jubiläum“, das unter dem Titel „10 Jahre BASE BORN 100 Jahre BASTARDS“ in die Bandgeschichte eingehen wird. Was sich dahinter verbirgt ist eigentlich ganz einfach, denn wir feiern dieses Jahr unser 10jähriges Bandjubiläum. Darüber hinaus sind die letzten 10 Jahre auch an uns nicht ohne Weiteres vorbeigezogen, und so werden wir drei am Ende des Jahres 2009 alle zusammen 100 Jahre alt sein… wie krass !!

Den Rest des Eintrags lesen. »

Gigbericht “Battle of Bands”

Das Battle-Of-Bands-Festival-Wochenende ist vorbei, und wir ziehen Bilanz:

- Freitag Abend, direkt nach der Arbeit, Hinfahrt in Richtung tschechische Grenze, 30 km Stau (LKW-Unfall bei Crailsheim), Fahrzeit: 7,0 Stunden, Ankunft, 02.30 Uhr (um 23.00 Uhr hätten wir dort sein sollen). Kein Schwein, das von irgendwas ‘ne Ahnung hat, mehr da. Noch 2-3 Bier (die Leute vom Ausschank waren noch da …yes !!) vor’m Schlafen gehen, dann ab ca. 4.30 Uhr versucht zu schlafen, was aber nicht so einfach ist auf dem Fahrersitz des Autos, da immer auf die Hupe gedrückt beim Umdrehen, und mit Lenkrad zwischen den Beinen auch nicht so optimal. Und dann war da noch diese eine, einzige Straßenlampe in dem ganzen verdammten Hof, in dem wir geparkt hatten… und die wir uns ausgerechnet als Abstellplatz ausgesucht hatten… oh ja, und das Stromaggregat, das genau daneben stand, und alle viertel Stunde angesprungen ist… aber wir hatten einen riesen Spaß im Auto… wohl auch auf Grund der Flasche Wodka, die Marc während der Fahrt verdrückt hat…

- Samstag Morgen, 7.00 Uhr, aufgestanden, immer noch kein Schwein da, Festivalgelände ausgestorben, auf dem Zeltplatz (der Festival-Besucher) ganze 10 Zelte aufgebaut (was ein Besucherandrang) 8.00 Uhr, endlich jemand gefunden der ein bißchen Ahnung (aber nicht wirklich einen Plan) hatte. Ca. 9.00 Uhr, Jawoll, die Frau, die für die Bands zuständig ist, ist da, und wir wissen jetzt auch wann wir spielen sollen (das Festival geht ja auch erst um 10.00 Uhr los…) Wir spielen um 14.00 Uhr. Dann bekommen wir auch endlich unsere Backstage-Pässe und dürfen im Frühstücksraum was Essen.

- Samstag Morgen 11.00 Uhr, wir sollen mit der Band die um 12.00 Uhr spielt tauschen, da die armen Jungs von “Death Of A Hero” aus Köln am Abend zuvor 11.00(!) Stunden gefahren sind, und noch fertiger sind als wir. Wir tauschen. Jetzt aber schnell aufbauen. Fleißig wie ich bin, bau ich auch gleich mein Schlagzeug auf (auf ‘nem extra Podest, daß dann nur noch auf die Bühne gefahren wird) Bin fast fertig, dann kommt der Typ von morgens um 8.00 Uhr (der nicht wirklich nen Plan hatte… Idiot !) und meint, alle spielen über’s gleiche Schlagzeug, das schon auf der Bühne steht, damit der Umbau schneller geht. Schlagzeug wieder abgebaut und ins Auto geladen… wenn wir nicht extra für’s Schlagzeug noch nen Anhänger besorgt hätten, damit alles (einschließlich uns drei) ins Auto paßt… und Peter’s Gitarren-Amp sollte wohl zuerst auch nicht auf die Bühne. Genau das richtige Thema für Peter …naja, wir haben uns dann später bei dem Typ für unsere Beschimpfungen entschuldigt. Idiot !!

- Samstag 12.00 Uhr. so, wir spielen. Das Festival ist genauso gut besucht, wie am Vortag. Kein einziger Besucher !! (beim Freitag-Abend-Headliner waren auch grad mal ca. 200 Leute da, und das Festivalgelände hätte locker für ein paar tausend gereicht…) Ein paar Leute von den Bands lassen sich ab und zu mal vor der Bühne blicken. Ich glaube bei uns waren sogar mal zwischen 10 und 15 Leute auf dem Gelände. Gespielt haben wir nicht wirklich gut. Egal, wir haben’s hinter uns…

- Samstag Mittag, wir hängen, alle ziemlich fertig, auf dem Gelände rum, und warten bis es vorbei ist. Die Entscheidung der Jury soll erst um 22.00 Uhr bekannt gegeben werden. Nebenbei erfahren wir, daß wir im Vorfeld (auf Grund unserer zur Bewerbung eingereichten Aufnahmen) als einer der Favoriten der Jury galten… Dann, ca. 18.30 Uhr, ein Teil der Jury sitzt bei uns Backstage am Tisch und berät wer den Battle gewinnen soll. Die Jury bestätigt uns knallhart, die Meinung, die wir auch selbst von unserem Auftritt hatten. Sie hatten mehr erwartet und waren enttäuscht, da wir nicht wirklich gut und absolut nicht “tight” gespielt haben. “Euer Demo war der Hammer, aber heute hat’s einfach nicht geknallt”

- Samtag Nacht, 0.30 Uhr, endlich zu Hause… nachdem den Rest der Strecke Peter gefahren ist, da ich nach ca. 40 Stunden ohne Schlaf einfach nicht mehr konnte.

Fazit: Wir konnten einige, hoffentlich aussichtsreiche, Kontakte knüpfen, und wissen jetzt erst recht woran wir noch arbeiten müssen. Und… Spaß gemacht hat’s trotzdem, auch wenn’s tierisch anstrengend war !! Ach ja, wenn wir irgendwann mal richtige Rockstars sind, dann wollen wir auch, dass für uns Backstage immer ein paar Sofas und Palmen bereit stehen, so wie es die Jungs von J.B.O. hatten.

Pressebericht “Flörsheimer Open Air”: Queen mal ganz schrottig

Beim Bandwettbewerb des Open Air traten diesmal vier Musikgruppen an

VON FRANZISKA RICHTER

Es ist eine Sache der Ehre. Wer seit Jahren zum Helferteam des Flörsheimer Open Air gehört, der will wenigstens einmal in der Jury des noch recht jungen Bandwettbewerbs sitzen. Der heißt kurz O.C.H.S.E , ist Nachfolger eines Karaokewettbewerbs und fester Bestandteil des inzwischen 33. Festivals an der Mainbrücke geworden.

Pia Würzburger hat diese Ehre. Sie sitzt am vordersten Biertisch, gerade wird die Bühne vor ihr für eine der vier Wettbewerbsbands umgebaut: “Ich glaube, ich war elf Jahre alt, als ich das erste Mal dabei war”, erzählt sie. Damals habe sie vor allem die Hüpfburg toll gefunden. Inzwischen ist sie eine von den 100 Helfern, die bereits Monate zuvor mit der Organisation begonnen haben.

“Wir haben immer ein Motto für den Wettbewerb. Das heißt, die Bands müssen einen Song covern und dürfen danach noch ein par eigene Stücke spielen”, sagt Pia. In diesem Jahr stehen Titel von Queen auf dem Programm – nicht so einfach für die Musiker, die sonst eher Rock, Alternative oder Grunge mögen.

“Under Pressure” dröhnt mit Gitarrensounds über die Wiese. Die “Base Born Bastards” aus der Nähe von Hockenheim präsentieren eine untypische und eindeutig krachigere Version des Queen-Titels. “Das war schön schrottig, oder?” fragt Gitarrist Peter nach dem Auftritt. “Es ist schon ein ungewöhnliches Motto und es war auch nicht einfach, aber wir nutzen jede Gelegenheit zum Spielen”, sagt er.

Neben der Musik freue er sich vor allem darüber, “dass es auf diesem Festival auch noch Leute gibt, die gegen den Flughafen demonstrieren.” Gleichzeitig hat das Festival die Atmosphäre eines Familienfestes. “Ich komme schon seit 15 Jahren her”, sagt eine junge Flörsheimer Mutter. Dieses Jahr ist sie mit ihrer einjährigen Tochter da. Joachim und Frank aus Kelsterbach sind ebenfalls treue Fans: “Wir mögen die Musik.” Außerdem treffe man viele Leute.

Im Jahr 1979 haben sich engagierte Flörsheimer im Verein Old Company zusammen geschlossen, um das Flörsheimer Kulturleben aufzuwerten. Eine der größten Veranstaltungen, die der Verein seitdem organisiert, ist das Open Air Festival an der Mainbrücke. Rund 800 Besucher zählen die Ehrenamtlichen pro Jahr.

Auch in diesem Jahr stehen wieder dutzende Zelte am Rande des Geschehens, Klamottenstände flankieren die Wiese, eine Hüpfburg und eine Bastelecke sind für die Jüngsten aufgebaut. Drumherum bieten die Vereinsmitglieder Nudeln und Bier an. “Wir finanzieren uns ausschließlich über den Verkauf von Speisen und Getränken”, sagt Pressesprecher Sascha Kröner. Meistens kommt die Old Company finanziell gerade bei null raus.

Für die Gewinner des Bandwettbewerbs gibt es eine goldene Wandergitarre. Diese bleibt erstmals beim Titelverteidiger, den Rotten Tick Brains aus dem Hunsrück.

Gigbericht “Die Kleine Kneipe”

Der letzte Auftritt unserer kleinen “Käh Färz, mir rockä dä März – Tour”. Für diesen Anlass hatten wir uns “Die Kleine Kneipe” in Stettfeld ausgesucht. Sehr klein, aber gemütlich, und die Wirtin Carmen kannten wir (zu unserer großen Überraschung), sogar auch schon seit vielen Jahren; aus ihrer Zeit bei der AWO in Reilingen. Als Support für diesen Abend, wurde uns von Carmen die Band “The Fruits” empfohlen, die sich auch sofort bereit erklärten mit uns dort zu spielen; und außerdem waren sie auch noch so nett, und haben uns ihre komplette PA-Anlage zur Verfügung gestellt. Danke !!